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EU-Parlament lobt österreichische Initiative des Baugewerbes gegen Schwarzarbeit

10.01.2009

Mit dem Präsidenten des EU-Parlaments, Hans-Gert Pöttering, hat das Projekt BAUfair des heimischen Baugewerbes gegen die Schattenwirtschaft nun einen weiteren prominenten Befürworter

Pöttering bezeichnete kürzlich in einer schriftlichen Erklärung gegenüber der
Bundesinnung Bau die Schwarzarbeit als ein zentrales beschäftigungspolitisches Problem und sicherte der österreichischen Initiative die Unterstützung des Europäischen Parlaments zu.

„Die illegale Erwerbstätigkeit ist kein Kavaliersdelikt, widerspricht den Regeln der Union und schädigt die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Ich wünsche der Initiative Baufair viel Erfolg!“, schließt Pöttering in seiner Stellungnahme.

Auf EU-Ebene hatte zuvor bereits der Europäische Bauverband, FIEC, das österreichische Projekt als vorbildlich bezeichnet und zur Umsetzung auch in den anderen Mitgliedsstaaten empfohlen.

Leistbarkeit als Kriterium

Die Finanzierbarkeit von offiziellen Bauleistungen für möglichst viele Bauherren ist für den Bundesinnungsmeister Bau, Hans-Werner Frömmel, das zentrale Kriterium bei der Bekämpfung der illegalen Bautätigkeit. Die Bauinnungen setzen deshalb neben Kontrollmaßnahmen vor allem auf
steuer- und förderpolitische Maßnahmen als Mittel gegen Schwarzarbeit und Pfusch. „Gerade in der dringend notwendigen thermischen Gebäudesanierung und für die Barrierefreiheit fehlt es nach wie vor an ausreichenden Investitionsanreizen für private Eigenheimbesitzer!“, unterstreicht Frömmel die Notwendigkeit von zusätzlichen öffentlichen Subventionen.

Das Projekt Baufair ist, so Frömmel, neben dem medialen und politischen Einsatz für faire Marktbedingungen auch ein Ruf nach Baukosten, die sich auch Jungfamilien und Senioren ohne die Zuhilfenahme von Schwarzarbeit leisten können.

Die Schattenwirtschaft im Bauwesen ist seit 2006 leicht rückläufig. Aufgrund der angespannten Wirtschaftslage und der steigenden Arbeitslosenzahlen befürchtet die Bundesinnung Bau für heuer wieder mit eine Zunahme der illegalen Erwerbstätigkeit.