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Baugewerbe vergibt Fairness-Preis Coronati

Coronati: Fairnesspreis des Baugewerbes erstmals vergeben

Bauinnung würdigt besondere Verdienste bei der Pfuschbekämpfung

Mit dem Hauptpreis „Coronati 2007“ und drei Anerkennungspreisen würdigte das Baugewerbe kürzlich zum ersten Mal besondere Leistungen für mehr Fairness und gegen den illegalen Erwerb in der Bauwirtschaft.

Den 1. Preis erhielt das Gemeinschaftsprojekt „Baustellenausweis“ der Fachgruppe Bauindustrie und der Landesinnung Bau in Tirol.

Mit Anerkennungen ausgezeichnet wurden der Wirtschaftsredakteur der Tageszeitung „Die Presse“, Gerhard Hofer, der Leiter der Fremdenpolizei Krems/Donau, Rudolf Stadler, und die im Finanzministerium angesiedelte KIAB, Kontrolle für illegale Arbeitnehmerbeschäftigung.

Der Fairnesspreis ist eine Initiative der Bundesinnung Bau im Rahmen des Projektes BAUfair! gegen die Schattenwirtschaft und steht unter dem Ehrenschutz des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Martin Bartenstein.

Bei der feierlichen Preisverleihung im Hotel Werzer’s in Pörtschach am Wörthersee betonte der Bundesinnungsmeister Bau, Ing. Johannes Lahofer, die bedeutende Vorbildfunktion der Preisträger im Kampf gegen Schwarzarbeit und Sozialbetrug. Es sei, so Lahofer, jede zusätzliche Anstrengung wichtig und entsprechend zu würdigen, die dazu beitrage, faire und gesetzeskonforme Wettbewerbsbedingungen für Unternehmer und Arbeitnehmer im Bauwesen sicherzustellen.

Mit dem Siegerprojekt Baustellenausweis, so die Entscheidung der zehnköpfigen Jury, habe die Tiroler Bauwirtschaft ein im In- und Ausland viel beachtetes Instrument geschaffen, das wesentliche Erfolge bei der Bekämpfung der ungesetzlichen Bautätigkeit in Tirol möglich macht. Seit der Einführung im Herbst 2004 wurden an 290 Firmen 15.000 Baustellenausweise ausgegeben, die heute auch in Südtirol anerkannt werden. – Den Hauptpreis „Coronati 2007“ nahm stellvertretend für die Tiroler Bauwirtschaft der Landesinnungsmeister Bau, DI Othmar Kronthaler, entgegen.

Für besondere journalistische Leistungen geehrt wurde der Wirtschafsredakteur der Presse, Gerhard Hofer. Seine exakte Recherche und die verständliche Beschreibung der komplexen Zusammenhänge rund um das Thema Schattenwirtschaft haben zur besseren Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit beigetragen, so die Begründung des Preisgerichtes.

Gleichfalls ein Anerkennungspreis ging an den Leiter der Fremdenpolizei in Krems für seinen außergewöhnlichen persönlichen Einsatz gegen den Schwarzbau, der weit über das übliche Maß – auch in seiner dienstfreien Zeit – hinausgeht.

Seitens der KIAB wurde der Preis vom Leiter der Einsatzgruppe, Dr. Herwig Heller, u.a. für rund 22.000 Kontrollen, die sein vergleichsweise kleines Team aus 325 Beamten im Vorjahr durchgeführt hat, entgegengenommen. Die Arbeit der KIAB sei heute ein effizientes, weil auch abschreckendes Mittel bei der Bekämpfung der illegalen Bautätigkeit.

Der Fairnesspreis des Baugewerbes, benannt nach den vier Bauheiligen (Quattuor Coronati), wird für besonderes Engagement, Ideenreichtum und außergewöhnliche Initiativen bei der Bekämpfung der Schattenwirtschaft künftig alle zwei Jahre vergeben werden.

Der Bausektor ist der durch Schwarzarbeit und Sozialbetrug am meisten geschädigte Wirtschaftszweig. Trotz rückläufiger Tendenz werden jährlich rund 8,5 Milliarden Euro im heimischen Bauwesen illegal umgesetzt.